Akupunktur Geschichte
Nach 4000 Jahren entdeckte Europa die Akupunktur
Wann und wo der erste Nadelstich zum Zweck einer Heilbehandlung stattfand, ist unbekannt. Eine Reihe von Funden zeigen, dass in der Steinzeit weltweit Akupunkturpunkte zur Therapie genutzt wurden.
Entwicklung in China
Ab 600 v. Chr. konzentrierte sich in China die medizinische Behandlung auf den Ausgleich zwischen Mensch und Umwelt und das harmonische Fließen gegensätzlicher Energieströme. Von China aus gelangte das Wissen um diese spezielle Heilkunst zunächst nach Korea und Japan.
Erster Kontakt in der Renaissance
Durch niederländische Handelskontakte und Kolonien in Asien verbreitete sich die Kenntnis der Akupunktur zwischen 1400 und 1600 n. Chr. in England, den Niederlanden und Frankreich. Willem T. Rhyne, Arzt der Ostindischen Handelskompanie, beschrieb Technik und Wirkung der Nadelstich-Therapie.
Die fernöstliche Zusammenschau von Körper, Geist und Natur lehnte man völlig ab. Trotzdem experimentierten Ärzte in den Niederlanden und Frankreich mit Akupunktur.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde sie als einfaches Nadelstechen praktiziert. Der spezialisierte Meridianpunkt wurde in Europa zum wichtigsten Element für Diagnose und Therapie.
Durchbruch in der Gegenwart
Nach der kommunistischen Revolution versuchte Mao Zedong, die medizinische Versorgung des Volkes mit eigenen Ressourcen sicherzustellen, prägte den Begriff Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und begann eine kausal-analytische Grundlage dafür zu entwickeln. Im Westen wurde in den 50er Jahren die Akupunktur durch die Kritik an der modernen Medizin wieder entdeckt .
Populär wurde Akupunktur erst 1972 mit dem Besuch Präsident Nixons in China. Die Fernsehbilder einer Operation unter Akupunktur-Analgesie an dem amerikanischen Journalisten James Reston sorgten weltweit für Aufsehen.
Seit den 80er Jahren versuchen Forschungsprojekte in westlicher, kausal-analytischer Tradition verstärkt, die biochemischen und neurophysiologischen Grundlagen für die Wirkung der Akupunktur aufzudecken.
Parallel dazu entwickelt sich weltweit ein Ansatz, der die TCM als komplementäres wissenschaftliches System aus positiver Empirie, spezifischen Normen und rationaler Systematik versteht, und die Wirkung der Akupunktur in diesem Kontext erklärt.
Seit 1988 arbeitet die WHO an einer globalen Terminologie der Akupunktur. Für eine ganze Reihe von Krankheitsbildern empfiehlt sie ausdrücklich die Akupunkturbehandlung (vgl. www.who.org)
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© 2010 by Akupunkturnadeln | Jan Wandrey
